Geschichte der Osteopathie
Andrew Taylor Still
Vor über 120 Jahren begründete der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828 - 1917) die Osteopathie - und das aus eigener Not heraus: Der Arzt musste machtlos mit ansehen, wie seine erste Frau und vier seiner Kinder erkrankten und starben. Die Schulmedizin entwickelte sich zu jener Zeit zwar sprunghaft weiter, entfernte sich durch reine Symptombehandlung und Spezialisierung aber immer weiter von der ganzheitlichen Medizin. Still suchte nach einem neuen Verständnis von Gesundheit und Krankheit, dem menschlichen Körper und von dem, was ihn heilen kann. Bis heute bilden seine Erkenntnisse die Grundlage der osteopathischen Medizin.
England und Frankreich als europäische Vorreiter
Bereits 1917 erreichte die Osteopathie England, und in den 40-er Jahren etablierte sie sich auch in Frankreich. In Deutschland konnte sie erst in den 80-er Jahren Fuß fassen. Während dieser Zeit hat sich die Osteopathie ständig weiter entwickelt. Mittlerweile ist die Ausübung der osteopathischen Medizin zu einem selbstständigen Beruf geworden, der eine mehrjährige Ausbildung erfordert.
Berufsbezeichnung ist nicht geschützt
Allerdings ist die Berufsbezeichnung "Osteopath" nicht geschützt, und so sollte man sich bei der Suche nach einem qualifizierten Osteopathen an den Verband der Osteopathen FSO-SVO (Swiss Association of Fédération Suisse des Ostéopathes – Schweizerischer Verband der Osteopathen) oder an das EMR (ErfahrungsMedizinischesRegister) wenden.
Ein Hauptziel des Verbandes ist es, die staatliche Anerkennung des Berufs zu erreichen. Unterstützung kommt immer häufiger auch aus der Schulmedizin: Viele Ärzte akzeptieren inzwischen die Grundlagen der Osteopathie und arbeiten zum Wohle des Patienten immer öfter im Einklang mit der osteopathischen Medizin.